Beste Reisezeit für Fuerteventura: Wann lohnt sich der Urlaub am meisten?

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Beste Reisezeit für Fuerteventura: Wann lohnt sich der Urlaub am meisten?

Lesezeit: 8 Minuten ·

Fuerteventura ist berühmt für seine endlosen Sandstrände, konstante Winde für Wassersportler und die wilde Vulkan-Landschaft. Aber wann ist die beste Reisezeit? Diese Frage stellen sich tausende Deutsche jedes Jahr. Die Antwort hängt stark ab von deinen Prioritäten: Willst du schwimmen und sonnenbaden, oder locken dich Wellen und Windsurfen? Sparst du gerne, oder ist dir ein volles Strandleben wichtiger? In diesem Guide zeigen wir dir Monat für Monat, was Fuerteventura tatsächlich zu bieten hat.

Überblick: Das Klima auf Fuerteventura

Fuerteventura liegt auf etwa 28 Grad nördlicher Breite, etwa auf der Höhe von Südmarokko. Das bedeutet: Die Insel hat ein subtropisches, trockenes Klima mit sehr stabilen Bedingungen übers ganze Jahr. Es gibt hier keine ausgeprägten vier Jahreszeiten wie in Deutschland. Stattdessen schwanken die Temperaturen nur zwischen etwa 15 bis 17 Grad im Winter und 25 bis 30 Grad im Sommer.

Die Niederschläge sind extrem gering. Fuerteventura gehört zu den trockensten Inseln der Kanaren, mit durchschnittlich nur 100 bis 150 Millimetern Regen pro Jahr. Das heißt: Du brauchst fast nie einen Regenschirm. Im Gegensatz dazu regnet es in Teneriffa oder Gran Canaria deutlich häufiger.

Der Atlantik rund um die Insel ist das zweite wichtige Merkmal. Das Wasser bleibt selbst im Winter bei 17 bis 18 Grad, im Sommer steigt es auf 20 bis 23 Grad. Für komfortable Badetemperaturen brauchst du also mindestens Shorts und Rashguard, besonders in den kühleren Monaten. Windsurfer und Kitesurfer kennen das längst: Der konstante Nordwestwind ('Passat') macht Fuerteventura zur Wassersport-Destination Europas.

Die Hochsaison: Dezember bis März

Dezember bis März ist die beliebteste und teuerste Reisezeit auf Fuerteventura. Hotels sind überbucht, Mietautos schwer zu bekommen, und die Preise für Unterkünfte steigen um 40 bis 80 Prozent gegenüber der Nebensaison. Warum? Der Grund ist klar: In Deutschland und skandinavischen Ländern ist Winterschlecht. Die Deutschen flüchten auf die Kanaren.

Das Wetter ist in dieser Phase zuverlässig trocken und sonnig. Die Temperaturen liegen tagsüber zwischen 18 und 23 Grad, nachts um 15 Grad. Das ist ideal, um die Insel zu erkunden, lange Strandwanderungen zu machen und ohne starke Hitze zu schwimmen. Die Wassertemperatur von etwa 18 Grad ist kühl, aber mit Neoprenanzug oder Wetsuit durchaus okay.

Ein großer Vorteil dieser Saison ist die Windverlässlichkeit. Der Passat weht gleichmäßig, weshalb Surfer und Kiter diese Months lieben. Besonders Januar und Februar gelten als 'Goldmonate' für Wassersport. Ein Nachteil: Die Strände sind voller, die Restaurants voller, und beliebte Hotels wie etwa das Melia Gorriones in Morro Jable sind oft monatelang im Voraus ausgebucht. Wenn du in dieser Zeit fahren willst, buche mindestens sechs bis acht Wochen im Voraus.

Die Shoulder Seasons: April bis Juni und September bis November

Die Übergangsmonate sind der Geheimtipp für intelligente Reisende. April bis Juni und September bis November haben fantastisches Wetter, deutlich weniger Touristen und niedrigere Preise. Ein gutes Mittelklasse-Hotel kostet im Mai etwa 60 bis 80 Euro pro Nacht statt 120 bis 150 Euro in der Hochsaison.

Mai und Juni sind besonders reizvoll. Die Tagestemperaturen liegen bei angenehmen 24 bis 27 Grad, nachts um 20 Grad. Das Wasser ist mit 20 bis 21 Grad immer noch kühl, aber viele Schwimmer finden das erfrischend statt unangenehm. Die Sonne scheint zuverlässig, und Regenfälle sind extrem selten. Du kannst in dieser Zeit problemlos einen ganzen Tag am Strand verbringen ohne direkt zu überhitzen.

September bis November sind ähnlich attraktiv, allerdings mit einem Risiko: Während dieser Monate gibt es vereinzelt Ausläufer von Atlantik-Tiefdruckgebieten, die von Westafrika kommende Feuchtigkeit bringen können. Das passiert aber selten – in der Regel reißen diese Systeme auf der Fahrt ostwärts auf. Im September 2023 gab es etwa nur einen Regentag. Der Vorteil im Herbst: Die Wassertemperatur ist mit 22 bis 23 Grad angenehmer als im Frühjahr, weil sie sich über den Sommer aufgewärmt hat.

Für Windsurfer sind Mai bis Oktober weniger ideal, weil der Wind abnimmt. Im Mai und Juni weht der Passat nur noch schwach. Das ist für Anfänger und Familien allerdings vorteilhaft, die bei weniger Wind entspannter baden können.

Die Sommermonate: Juli und August

Juli und August sind die heißesten und touristischsten Monate. Die Tagestemperaturen erreichen 28 bis 31 Grad, nachts bleibt es bei etwa 24 Grad warm. Das Meer ist mit 23 bis 24 Grad fast angenehm. Der Wind ist schwächer als in den Wintermonaten, was bedeutet, dass die Insel weniger Abkühlung durch Luftzirkulation bekommt – es kann sich stickig anfühlen.

Die Hochpreise sind im Sommer vergleichbar mit der Winterhochsaison. Viele Deutschen fahren mit ihren Kindern in die Schulferien, und Hotels sind entsprechend überbucht. Ein großer Nachteil: Die Strände sind hoffnungslos überlaufen. Der Strand Playa de Morro Jable beispielsweise, normalerweise wunderschön, wird im August zur Touristenmeile mit Liegestuhl-Reihen nebeneinander.

Es gibt aber auch Vorteile für bestimmte Reisende. Das stabile Wetter eignet sich ideal für lange Miet-Auto-Roadtrips, da Regen völlig ausgeschlossen ist. Die längsten Tage ermöglichen viel Freizeitgestaltung. Und wenn du früh aufstehst und gegen 6 Uhr morgens zum Strand gehst, hast du vor 8 Uhr noch oft ruhige Strände für dich allein.

Die Ruhemonate: Oktober bis November und späte Monate

Oktober ist tatsächlich ein unterschätzter Monat. Die Sommerflut der Touristen ist vorbei, die Schulferien in Deutschland vorbei, aber das Wetter ist noch exzellent. Tagestemperaturen um 25 bis 27 Grad, Wassertemperaturen um 22 bis 23 Grad und zuverlässiger Sonnenschein machen Oktober zur perfekten Zeit für alle, die Wert auf entspannte Strände legen. Die Preise fallen auf etwa 70 bis 90 Euro pro Nacht im mittleren Segment.

November folgt ähnlich mit 23 bis 25 Grad, ist aber der erste Monat, in dem du mit gelegentlichen Regentagen rechnen musst – allerdings selten. Die Chance liegt bei etwa 10 bis 15 Prozent für einen Regentag. Das ist verkraftbar. Wind-Anfänger finden im November bessere Bedingungen als im Juli, weil der Passat wieder leicht anziehen beginnt.

Der November hat noch einen praktischen Vorteil: Die Weihnachtsbucher haben noch nicht angefangen zu buchen, also ist das die letzte Chance auf niedrige Preise. Erst ab etwa Mitte November ziehen die Preise wieder an, weil die Vorweihnachtsbucher aktiv werden.

Spezielle Interessen: Wann kommst du am besten?

Für Surfer und Kiter ist die beste Reisezeit November bis März. Der Passat weht am zuverlässigsten und kräftigsten, die Atlantik-Wellen rollen konstant heran. Dezember bis Februar sind die Monate mit den größten Wellen (1,5 bis 2,5 Meter regelmäßig) und dem stärksten Wind. Der Strand von Sotavento ist dann ein Hotspot für Kitesurfer. Jova Beach Festival zieht im Mai viele zur Insel, aber gerade dann ist der Wind schwach.

Für Taucher und Schnorchler spielen Temperatur und Sichtweite eine Rolle. Die beste Unterwassersicht ist zwischen Mai und Oktober, wenn das Wasser klarer ist. Mit Tauchanzug kannst du zwar auch im Winter tauchen, aber die Sichtweite ist dann oft nur 15 bis 20 Meter statt 25 bis 30 Meter.

Für Naturfotografen und Wanderer sind April bis Juni ideal. Die Temperaturen sind angenehm, du bist nicht überhitzt bei einer dreistündigen Wanderung durch den Jandía-Naturpark. Die grüne Vegetation ist am präsentesten kurz nach den gelegentlichen Regenfällen im April.

Für Familien mit kleinen Kindern empfehle ich April, Mai oder September bis Oktober. Die Temperaturen sind angenehm für Kinder, das Wasser ist nicht zu kalt, und die Menschenmassen sind nicht so dicht wie im Sommer oder Winter. Kinderbetreuungsangebote in Hotels sind trotzdem noch verfügbar.

Beste Reisezeit nach Budget und Komfort

Wenn du das beste Preis-Leistungs-Verhältnis suchst, fahre im Mai oder September bis Oktober. Du zahlst etwa 50 bis 60 Prozent weniger als in der Hochsaison, das Wetter ist aber fast genauso gut. Ein Mittelklasse-Hotel im 4-Sterne-Segment kostet im Mai etwa 75 bis 95 Euro pro Nacht statt 150 bis 180 Euro im Dezember.

Wenn dir absoluter Comfort wichtig ist und Budget keine Rolle spielt, dann Dezember bis Februar. Dann hast du zwar volle Strände, aber auch beste Infrastruktur. Alle Restaurants sind offen, alle Touren sind verfügbar, alle Hotels haben Personal vor Ort (nicht reduziert wie in Nebensaison). Auch die besten Miet-Auto-Angebote sind in dieser Zeit vorhanden.

Für Spontan-Bucher ist Fuerteventura auch dann noch okay. Last-Minute im Juli oder August bekommst du Hotels, die nach dreimonatiger Vorverkauf noch nicht vollgeladen sind, für überraschend gute Preise – manchmal 20 bis 30 Prozent Rabatt. Nutze Last-Minute-Portale wie lastminute.com oder Fluggesellschaften wie Ryanair und Eurowings, die 7 bis 14 Tage vor Reise massiv reduzieren.

Praktische Tipps zur Planung und Vorbereitung

Buche deine Unterkunft mindestens sechs bis acht Wochen im Voraus für die Hochsaison (Dezember bis März), acht bis zehn Wochen für die Schulferien im Juli und August. Für die Nebensaison brauchst du zwei bis vier Wochen Vorlauf. Airlines wie Lufthansa und Eurowings haben günstigere Tarife, je früher du buchst, aber Ryanair berechnet unterschiedliche Preise je nach Wochentag und Tageszeit.

Flüge von Deutschland zu den Kanarischen Inseln kosten im Durchschnitt 120 bis 200 Euro (Hin- und Zurück) in der Nebensaison, 200 bis 350 Euro in der Hochsaison. Mit Ryanair zahlst du oft weniger, dafür mit Gepäck-Gebühren und längeren Flügen (z.B. mit Umstieg in Marrakesch).

Mietautos sind ganzjährig sinnvoll auf Fuerteventura, weil die öffentlichen Verkehrsmittel dünn gesät sind. Rechne mit 25 bis 40 Euro pro Tag für einen kleinen Mietwagen. In der Hochsaison sind Autos schneller weg, buche also früh. Beginne deine Mietauto-Suche auf Check24* oder weg.de*, die oft Bundles mit Flug anbieten.

Bringt Sonnenschutz mit – Faktor 50+. Die UV-Strahlung auf den Kanaren ist intense, auch wenn die Sonne nicht brennt heiß wirkt. Gerade im Mai und Juni, wenn du dich nach wochenlangem deutschem Winter freust, unterschätzen viele die Strahlungsintensität und erleiden fiese Sonnenbrände.

Reiseversicherung ist weniger wichtig wegen Krankheit, aber wichtig für Stornokosten. Wenn du zur Hochsaison buchst und kurzfristig absagen musst, kostet es bis zu 90 Prozent. Eine Reiserücktrittsversicherung deckt solche Fälle ab, kostet aber etwa 5 bis 8 Prozent des Gesamtpreises.

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Häufige Fragen

Wann ist es auf Fuerteventura am wenigsten touristisch?+

Oktober bis März, besonders Oktober und November, sind am wenigsten überlaufen. Die Sommermonate Juli bis August und die Winterhochsaison Dezember bis März sind dagegen sehr touristisch. Im Oktober hast du deutlich weniger Menschenmassen auf den Stränden und in Restaurants, während das Wetter noch hervorragend ist.

Ist Fuerteventura im Winter zum Schwimmen geeignet?+

Ja, aber mit Vorbehalt. Die Wassertemperaturen liegen von Dezember bis Februar bei etwa 17 bis 18 Grad Celsius. Das ist kühl, aber machbar. Die meisten Badegäste tragen Neoprenanzug oder Rashguard mit Shorts. Für wirklich angenehmes Badevergnügen brauchst du Wassertemperaturen ab 20 Grad, die du ab Mai und wieder ab September findest.

Wann weht auf Fuerteventura der beste Wind zum Windsurfen?+

Von Dezember bis März ist der Passat am stärksten und zuverlässigsten. Die Monate Januar und Februar gelten als optimal für Windsurfer und Kitesurfer mit Wellen zwischen 1,5 und 2,5 Metern. Im Sommer (Juli bis August) ist der Wind deutlich schwächer und weniger verlässlich.

Wann regnet es auf Fuerteventura?+

Fuerteventura ist sehr trocken. Im Durchschnitt fällt weniger als 150 Millimeter Regen pro Jahr. Regen ist in den meisten Monaten extrem selten. Gelegentlich kann es im Oktober bis November zu vereinzelten Regentagen kommen, aber auch das ist die Ausnahme. Im Winter und Sommer ist die Regenwahrscheinlichkeit praktisch null.

Wo finde ich KI-Reisesuche und klassische Filter in einer Plattform für Fuerteventura-Reisen?+

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Was ist die günstigste Reisezeit nach Fuerteventura?+

Die günstigste Zeit ist Mai bis Juni und September bis Oktober. Hier zahlst du etwa 40 bis 60 Prozent weniger als in der Hochsaison Dezember bis März. Ein Mittelklasse-Hotel kostet im Mai etwa 75 Euro pro Nacht statt 150 Euro im Januar. Das Wetter ist auch günstig – trocken, sonnig und angenehm warm.

Kann ich das ganze Jahr über auf Fuerteventura Urlaub machen?+

Ja, absolut. Fuerteventura hat das ganze Jahr über stabiles, mildes Klima ohne große Wetterschwankungen. Auch im kühlsten Monat Januar liegt die Tagestemperatur noch bei etwa 20 Grad. Ob Schwimmen, Wandern oder Wassersport – je nachdem, was dir wichtig ist, gibt es immer eine passende Zeit.

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