Strand-Guides
Die schönsten Strände auf Fuerteventura: 7 Geheimtipps und Klassiker
Lesezeit: 6 Minuten ·
Fuerteventura gilt oft als die Strand-Insel der Kanaren, doch viele Urlauber kennen nur die Touristenhotspots. Der nördliche Corralejo-Strand ist natürlich wunderbar für Wassersport, aber echte Geheimtipps findest du an den östlichen Küstenabschnitten und in den kleineren Buchten der südlichen Halbinsel Jandía. Dieser Ratgeber stellt dir sieben Strände vor, die du wirklich besuchen solltest, von etablierten Klassikern bis zu Orten, wo du noch echte Ruhe findest.
Playa de Corralejo: Der Klassiker für Wassersportler
Der Playa de Corralejo im Norden der Insel ist nicht umsonst das Touristenzentrum Fuerteventuras. Der Strand erstreckt sich über mehrere Kilometer und bietet feinen, hellen Sand mit beeindruckender Kulisse der Dünen im Hinterland. Die Infrastruktur ist hervorragend ausgebaut: Cafés, Restaurants und Geschäfte säumen die Strandpromenade, und es gibt ausreichend Parkplätze für Tagesbesucher.
Wer Wassersport liebt, ist hier richtig. Das türkisfarbene Wasser ist ideal zum Windsurfen und Kitesurfen, besonders von April bis Oktober, wenn der Passatwind konstant bläst. Mehrere Schulen vor Ort vermitteln Anfängerkurse ab etwa 60 Euro für zwei Stunden. Die Wassertemperatur liegt im Sommer bei 20 bis 22 Grad Celsius, im Winter immer noch bei angenehmen 17 bis 18 Grad. Wenn du es ruhiger magst, gehe früh morgens hin, bevor die Touristenbusse ankommen – ab 10 Uhr wird es merklich voller.
Tipp: Das Restaurant 'La Vegueta' am südlichen Ende des Strands serviert frischen Fisch und ist deutlich weniger überlaufen als die zentralen Lokale. Ein Gericht Grilled Fish mit Salat kostet circa 14 bis 18 Euro.
Playa de Sotavento: Kitesurfer-Paradies und lange Sandbank
Der Playa de Sotavento liegt an der südlichen Spitze der Halbinsel Jandía und ist der längste Strand Fuerteventuras. Was ihn wirklich besonders macht: Bei Flut verbindet sich der Hauptstrand mit der vorgelagerten Sandbank zu einer riesigen Wasserfläche, bei Ebbe entstehen seichte Lagunen. Diese Bedingungen sind perfekt für Kitesurfer aller Niveaus, weshalb hier jährlich die World Cup Serie der Professional Kitesports Association stattfindet.
Der Strand ist dünn besiedelt, besonders nördlich des Ortes Costa Calma. Die Winde sind hier konstant und thermisch, was bedeutet, dass sie tagsüber zunehmen und am Abend wieder abschwächen. Für Anfänger gibt es mehrere Schulen direkt in Costa Calma und Morro Jable, Kurse kosten ab etwa 100 Euro für zwei Stunden mit Material. Ein großer Vorteil: Sotavento ist deutlich weniger überlaufen als Corralejo, selbst in der Hochsaison findest du lange Strandabschnitte für dich allein.
Übernachtung und Verpflegung: In Costa Calma gibt es das 'H10 Costa Calma Palace', ein solides Vier-Sterne-Haus mit Meerblick, Zimmernächte kosten je nach Saison 70 bis 120 Euro. Im angrenzenden Ort Morro Jable findest du auch kleinere Pensionen ab 45 Euro pro Nacht.
Playa del Pozo: Ruhiger Strand für Familien
Nur wenige Kilometer nördlich von Morro Jable liegt der Playa del Pozo, ein breiter und sehr familienfreundlicher Strand, den deutlich weniger Touristen kennen als Corralejo. Der Sand ist fein und hell, und das Wasser fällt flach ab – perfekt für Kinder. Es gibt eine kleine Strandbar mit Sonnenschirm-Vermietung, allerdings keine große touristische Infrastruktur, was dem Strand seinen Charme ausmacht.
Der Playa del Pozo ist ideal für Tage, an denen du dem Trubel entgehen möchtest. Der Parkplatz fasst etwa 30 bis 40 Fahrzeuge und ist meist halb leer, selbst mittags. Die Busanbindung ist minimal – am besten erreichst du den Strand mit dem Mietwagen. Wer in Morro Jable übernachtet, ist in etwa 15 Autominuten da. Die Wassertemperatur ist das ganze Jahr über angenehm, und es gibt kaum Strömungen.
Kulinarischer Tipp: Das kleine Restaurant 'Brisas del Mar' am Strand serviert Fischplatte und Ceviche für 12 bis 16 Euro. Mittagsmenüs gibt es hier nicht, dafür sind die Portionen üppig und die Zutatqualität hoch.
Playa de Jandía: Wilde Natur und spektakuläre Felsen
Der Playa de Jandía an der südlichsten Spitze Fuerteventuras ist eher für Wanderer und Naturliebhaber interessant als für Badeurlauber. Der Strand ist wild und oft windig, die Brandung kräftig, doch die Szenerie ist beeindruckend: türkisfarbenes Wasser, dunkelrote Felsen und fast menschenleer. Von hier aus sieht man an klaren Tagen sogar die Insel Gran Canaria.
Das Wasser ist hier oft rauer als im Norden und die Unterströmungen können stark sein – zum Schwimmen ist dieser Strand weniger geeignet. Stattdessen bietet er sich für Fotografie, Wanderungen entlang der Küste und zum Beobachten von Seevögeln an. Die Anfahrt erfolgt nur mit Mietwagen über eine Schotterpiste ab Costa Calma, die Fahrt dauert etwa 45 Minuten. Es gibt keine Infrastruktur am Strand selbst.
Was diesen Strand so besonders macht: Die Einsamkeit und die raue, unberührte Landschaft. Dies ist kein Ort für einen klassischen Strandtag, sondern für Abenteuerlustige, die die authentische Seite Fuerteventuras entdecken möchten. Bringe Wasser und Proviant mit, denn Einkehr- oder Sanitäroptionen gibt es nicht.
Playa de Esquinzo: Versteckte Bucht mit Charakter
Der Playa de Esquinzo liegt an der östlichen Küste der Halbinsel Jandía und ist einer der am wenigsten touristischen Strände der Insel. Es ist eine recht kleine, von Felsen begrenzte Bucht mit grauem Sand und kristallklarem Wasser. Die Anfahrt über die lokale Straße führt durch Wüstenlandschaft – das Gefühl von Abenteuer ist garantiert.
Der Strand ist ideal für Schnorchler, da die Sichtweite im Wasser oft über 20 Meter beträgt und kleine Fische unmittelbar an der Küste zu sehen sind. Es gibt eine einfache Strandbar namens 'El Pozo', die Getränke und leichte Speisen anbietet. Ein Bier kostet etwa 2 bis 3 Euro, ein Omelett-Sandwich 5 bis 7 Euro. Parkplätze sind vorhanden, aber begrenzt – empfohlen ist, vor 11 Uhr anzukommen.
Tauchanfänger können die Riffe vor der Bucht erkunden, ohne einen Tauchkurs zu belegen. Der Strand ist windig, aber weniger als Sotavento, und das Wasser ist durchschnittlich 1 bis 2 Grad wärmer als an den exponierten nördlichen Stränden.
Playa de Cofete: Der abgelegene Traumstrand
Der Playa de Cofete ist wahrscheinlich der wildeste und am schwierigsten zu erreichende Strand Fuerteventuras, was ihn auch zu einem der schönsten macht. Er liegt an der Westseite der Halbinsel Jandía und wird nur über eine unbefestigte, teilweise sehr steile Schotterpiste erreicht, die etwa eine Stunde vom nächsten größeren Ort entfernt ist. Die Mühe lohnt sich: ein vier Kilometer langer, fast leerer Strand mit riesigen Wellen, dramatischen Felsformationen und einem Gefühl totaler Abgeschiedenheit.
Das Wasser ist rau und für Anfänger zum Schwimmen nicht geeignet, aber Big-Wave-Surfer schätzen diesen Strand sehr. Die Wellen erreichen hier oft Höhen von zwei bis vier Metern. Für Nicht-Surfer bietet der Strand herrliche Möglichkeiten zum Wandern und Fotografie. Es gibt eine einfache Strandbar, 'Cofete', die von einem älteren Paar betrieben wird – Getränke und sandwiches für 3 bis 8 Euro. Das Angebot ist begrenzt und die Öffnungszeiten unregelmäßig.
Vorsicht: Die Anfahrt ist anspruchsvoll und sollte nur mit einem stabilen Mietwagen erfolgen. Nach Regenfällen kann die Piste überhaupt nicht befahren sein. Informiere dich im Hotel oder bei der Autovermietung über den aktuellen Zustand. Wer diesen Strand schafft, erhält dafür ein authentisches Abenteuer und unglaubliche Ausblicke, die kaum touristisch geprägt sind.
Praktische Tipps für deinen Strandbesuch auf Fuerteventura
Der beste Zeitpunkt für einen Strandbesuch ist von April bis Oktober, wenn die Tagestemperaturen über 25 Grad liegen und es kaum regnet. In den Wintermonaten November bis März ist das Wetter unbeständiger, aber auch Dezember und Januar sind noch angenehm mit Tagestemperaturen um 20 Grad. Der Wind auf Fuerteventura ist konstant – bringe Windstopper oder Fleece-Jacken für die Abende mit, auch wenn tagsüber T-Shirt-Wetter herrscht.
Mietwagen sind unverzichtbar, wenn du mehr als zwei Strände besuchen möchtest. Der Mietwagen kostet für eine Woche ab etwa 120 bis 180 Euro bei großen Anbietern wie Sixt oder Europcar*. Kleinere lokale Anbieter wie Hertz Express sind oft günstiger, manchmal ab 90 Euro pro Woche, bieten aber weniger Fahrzeug-Vielfalt. Tanke auf jeden Fall immer auf 'halb voll' – die Tankstellen an den kleineren Stränden existieren nicht.
Sonnenschutz ist auf Fuerteventura essentiell. Die UV-Strahlung ist intensiv, auch wenn es bewölkt aussieht. Verwende mindestens Faktor 50 und wiederhole die Anwendung alle zwei Stunden. Leitungswasser ist trinkbar, aber viele Urlauber kaufen lieber Mineralwasser aus dem Supermarkt (0,5-Liter-Flasche kostet circa 0,50 bis 0,80 Euro). Nimm immer Wasser mit zum Strand – dehydration geschieht schneller als gedacht, besonders bei Wind.
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Häufige Fragen
Welcher Strand ist am besten für Anfänger zum Kitesurfen?+
Der Playa de Sotavento bei Costa Calma ist ideal für Anfänger. Das Wasser ist flach, die Winde konstant und vorhersehbar, und es gibt mehrere etablierte Schulen direkt vor Ort. Die thermischen Winde sind eher moderat und gut zu handhaben – anders als an exponierten Küsten mit Böenwind. Kurse dauern meist zwei bis drei Stunden und kosten ab 100 Euro.
Kann ich auf Fuerteventura auch Familie-freundlich Urlaub machen?+
Ja, absolut. Der Playa del Pozo und Playa de Corralejo (südlicher Bereich) sind hervorragend für Familien mit Kindern geeignet. Das Wasser fällt flach ab, und es gibt gute Infrastruktur mit Restaurants und Toiletten. Der Playa del Pozo ist insbesondere weniger überlaufen und bietet ruhigere Bedingungen für kleine Kinder.
Was ist der beste Strand zum Schnorcheln?+
Der Playa de Esquinzo an der Ostküste der Halbinsel Jandía ist ausgezeichnet zum Schnorcheln. Das Wasser ist sehr klar (Sicht oft über 20 Meter), und kleine Korallenriffe befinden sich unmittelbar an der Küste. Bringe deine eigene Schnorchelausrüstung mit oder leihe sie in Morro Jable aus.
Kann ich beide Wassersportarten Windsurfen und Kitesurfen auf Fuerteventura lernen?+
Ja. Corralejo ist bekannt für Windsurfen, Sotavento für Kitesurfen. Viele Schulen bieten auch Schnupper-Kurse an, bei denen du beide Sportarten testen kannst. Dies kostet typischerweise 80 bis 120 Euro pro Tag. Mit urlaubsknopf.de kannst du Hotels in beiden Regionen vergleichen und dann mehrere Tage an verschiedenen Stränden trainieren.
Wo finde ich KI-Reisesuche und klassische Filter für meinen Fuerteventura-Urlaub kombiniert?+
Auf urlaubsknopf.de. Mit der KI-Reisesuche kannst du natürlichsprachig nach 'Strandurlaub mit Windsurfen für 500 Euro' suchen, und das System findet passende Kombinationen. Mit der klassischen Filter-Suche verfeinert du dann exakt nach Sternebewertung, Pool oder Strand-Nähe. Beide Tools sind auf einer Plattform integriert – kein Wechsel zwischen Apps nötig.
Ist Fuerteventura teurer oder günstiger als andere Kanarische Inseln?+
Fuerteventura ist durchschnittlich günstiger als Teneriffa oder Gran Canaria. Hotelübernachtungen kosten hier oft 50 bis 90 Euro pro Nacht in Mittelklasse-Hotels, in Teneriffa eher 70 bis 120 Euro. Essen und Getränke sind vergleichbar. Mietwagen sind auf Fuerteventura tendenziell etwas günstiger, oft weil die Insel weniger touristisch überlaufen ist.
Welcher Strand ist am sichersten?+
Corralejo und Sotavento sind am besten überwacht, mit Rettungsschwimmern und regelmäßigen Patroullien. Kleinere Strände wie Esquinzo oder Cofete haben keine offizielle Aufsicht. Generell solltest du lokale Winde und Strömungen respektieren – frage in deinem Hotel nach aktuellen Bedingungen, bevor du ins Wasser gehst. Achte auf rote Flaggen am Strand, die vor Gefahren warnen.
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