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Beste Reisezeit für Kanaren: Wann lohnt sich der Urlaub am meisten?
Lesezeit: 5 Minuten ·
Die Kanarischen Inseln gelten als Europas Inseln des ewigen Frühlings – und das aus gutem Grund. Doch die beste Reisezeit für die Kanaren hängt stark davon ab, was du im Urlaub vorhast: Strand, Wandern, Sparen oder dem deutschen Winter entfliehen. In diesem Ratgeber erfährst du Monat für Monat, Insel für Insel, wann sich dein Kanaren-Urlaub am meisten lohnt.
Das Klima der Kanaren im Überblick
Die Kanaren liegen vor der Westküste Afrikas auf Höhe der Sahara, gehören politisch aber zu Spanien. Dieser besondere Standort sorgt für ganzjährig mildes Klima mit relativ geringen Temperaturschwankungen. Im Winter liegen die Tageswerte meist zwischen 20 und 23 Grad, im Sommer zwischen 26 und 29 Grad. Frost oder echte Kälte gibt es an den Küsten praktisch nie.
Verantwortlich für dieses angenehme Klima sind die Passatwinde und der kühlende Kanarenstrom im Atlantik. Die Wassertemperatur schwankt das ganze Jahr nur zwischen rund 19 Grad im Februar/März und etwa 23 Grad im September/Oktober. Das bedeutet: Baden ist theoretisch ganzjährig möglich, im Winter aber eher etwas für Abgehärtete.
Wichtig zu wissen: Die Kanaren sind keine homogene Wetterzone. Zwischen dem trockenen, sonnigen Süden und dem grüneren, wolkigeren Norden einer Insel können Welten liegen. Auch die Höhenlage spielt eine große Rolle – auf dem Teide auf Teneriffa liegt im Winter durchaus Schnee, während am Strand T-Shirt-Wetter herrscht.
Beste Reisezeit Kanaren für Strandurlaub
Wer auf den Kanaren vor allem Sonne tanken und am Strand liegen will, fährt zwischen Mai und Oktober am besten. In diesen Monaten ist das Wetter besonders stabil, es regnet kaum und die Wassertemperatur erreicht mit bis zu 23 Grad ihre angenehmsten Werte. Die Hochsommermonate Juli und August sind dabei am wärmsten, können auf Gran Canaria und Fuerteventura aber durch den Calima – heißen Wüstenwind aus der Sahara – kurzzeitig sehr heiß und diesig werden.
Für reinen Badeurlaub bieten sich die Südküsten der Inseln an. Auf Gran Canaria sind das die Strände rund um Maspalomas und Playa del Inglés mit ihren berühmten Dünen. Fuerteventura punktet mit kilometerlangen hellen Stränden bei Corralejo und an der Costa Calma. Auf Teneriffa findest du im Süden die Playa de las Américas und das ruhigere El Médano, das bei Surfern beliebt ist.
Ein praktischer Tipp: Der Atlantik kann an exponierten Stränden ordentlich Wellen und Strömung mitbringen. Wer es ruhiger mag, sucht gezielt nach geschützten Buchten oder künstlich angelegten Stränden wie der Playa de las Teresitas bei Santa Cruz auf Teneriffa, die mit Saharasand aufgeschüttet wurde.
Kanaren im Winter: Sonne tanken statt Frieren
Der größte Trumpf der Kanaren ist ihr Wintertourismus. Während in Deutschland Schnee und Dauergrau herrschen, liegen die Temperaturen auf den Inseln zwischen November und März tagsüber bei angenehmen 20 bis 23 Grad. Damit sind die Kanaren das wärmste Reiseziel innerhalb Europas in der kalten Jahreszeit – ideal für Sonnenhungrige, Senioren und Langzeiturlauber.
Allerdings ist der Winter auch die regenreichste Zeit, vor allem im Norden der Inseln. Auf Teneriffa und Gran Canaria kann es im Dezember und Januar tagelang bewölkt sein, während der Süden meist sonnig bleibt. Die trockensten und sichersten Winterinseln sind Fuerteventura und Lanzarote, die der Sahara am nächsten liegen und sehr wenig Niederschlag abbekommen.
Zum Baden ist das Meer im Winter mit 18 bis 20 Grad eher frisch. Viele Hotels betreiben deshalb beheizte Pools. Die Weihnachts- und Neujahrszeit gehört zur teuersten Reisesaison – wer in dieser Phase fliegen will, sollte früh buchen, da Flüge und beliebte Hotels schnell ausgebucht und teuer sind.
Die beste Zeit zum Wandern und für Aktivurlaub
Die Kanaren sind ein Top-Ziel für Wanderer, und die beste Reisezeit dafür liegt im Frühling von März bis Mai sowie im Herbst von Oktober bis November. In diesen Übergangsmonaten ist es nicht zu heiß, die Natur ist nach den Winterregen grün und viele Pflanzen blühen. Besonders La Palma, La Gomera und El Hierro – die grünen Westinseln – zeigen sich dann von ihrer schönsten Seite.
Im Hochsommer kann Wandern in tieferen Lagen anstrengend werden, vor allem bei Calima-Wetter. Wer im Juli oder August aktiv sein will, sollte früh morgens starten oder in die kühleren Höhenlagen ausweichen. Der Teide-Nationalpark auf Teneriffa ist ganzjährig ein Highlight, im Winter aber teils wegen Schnee und Eis nur eingeschränkt zugänglich.
Konkrete Tipps für Aktive: Der Nationalpark Garajonay auf La Gomera mit seinem Lorbeerwald, die Caldera de Taburiente auf La Palma und der Anaga-Gebirgszug im Norden Teneriffas gehören zu den lohnendsten Wanderregionen. Für Wassersport wie Windsurfen und Kitesurfen ist Fuerteventura – speziell die Region um Sotavento – von Mai bis September ideal, wenn die Passatwinde konstant wehen.
Reisepreise: Wann der Kanaren-Urlaub günstig ist
Die Preise für Flüge und Hotels schwanken auf den Kanaren stark nach Saison. Am teuersten wird es rund um Weihnachten, Silvester und die deutschen Wintferien im Februar, da dann besonders viele Sonnenflüchtlinge auf die Inseln strömen. Auch die Osterwochen sowie Juli und August zählen wegen der Schulferien zur Hochpreissaison.
Am günstigsten reist du in den Nebensaison-Monaten: Anfang November (vor den Weihnachtsferien), Anfang Dezember sowie die Wochen im Mai und Juni, sofern sie nicht in Pfingstferien fallen. In dieser Zeit findest du Pauschalreisen häufig deutlich günstiger – je nach Insel und Hotelkategorie schon ab ca. 350 bis 500 Euro pro Person für eine Woche inklusive Flug. Es lohnt sich, Angebote über Vergleichsportale wie Check24* oder weg.de* zu prüfen.
Ein Spartipp: Wer flexibel ist, bucht antizyklisch und meidet die deutschen Ferienzeiten. Auch unter der Woche fliegende Verbindungen sind oft günstiger als Wochenend-Abflüge. Last-Minute kann sich lohnen, in der Hauptsaison ist Frühbuchen mit Ratenzahlung aber meist die sicherere Wahl, da gute Hotels schnell weg sind.
Welche Insel passt zu welcher Jahreszeit?
Nicht jede Insel ist zu jeder Jahreszeit gleich attraktiv. Teneriffa und Gran Canaria sind echte Allrounder mit dem breitesten Angebot an Stränden, Wanderwegen und Infrastruktur – im Winter solltest du dort aber den sonnigeren Süden bevorzugen. Beide Inseln eignen sich das ganze Jahr über und sind besonders gut angebunden.
Fuerteventura und Lanzarote sind die trockensten und windigsten Inseln. Sie sind perfekt für Wintersonne mit hoher Regensicherheit und für Wassersportler in den Sommermonaten. Wer ausgedehnte, helle Sandstrände sucht, ist auf Fuerteventura genau richtig. Lanzarote besticht zusätzlich durch die surreale Vulkanlandschaft des Timanfaya-Nationalparks.
La Palma, La Gomera und El Hierro sind die ruhigen, grünen Naturinseln für Wanderer und Individualreisende. Sie haben weniger klassische Badestrände, dafür beeindruckende Landschaften. Die beste Zeit für sie ist das milde Frühjahr und der Herbst. Für einen klassischen Strand-und-Hotel-Urlaub im Winter sind sie weniger geeignet als der trockene Osten des Archipels.
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Häufige Fragen
Wann ist die beste Reisezeit für die Kanaren?+
Die Kanaren sind ganzjährig ein gutes Reiseziel. Für Strandurlaub eignet sich am besten der Zeitraum von Mai bis Oktober, während die Inseln im Winter von November bis März als Europas wärmstes Sonnenziel punkten. Zum Wandern sind Frühling und Herbst ideal.
Kann man auf den Kanaren im Winter baden?+
Baden ist im Winter grundsätzlich möglich, da das Meer rund 18 bis 20 Grad hat. Für viele ist das jedoch zu frisch, weshalb beheizte Hotelpools im Winter sehr beliebt sind. Die Lufttemperatur liegt dagegen oft bei angenehmen 20 bis 23 Grad.
Welche Kanareninsel hat im Winter das beste Wetter?+
Fuerteventura und Lanzarote sind die trockensten und regensichersten Inseln im Winter, da sie der Sahara am nächsten liegen. Auf Teneriffa und Gran Canaria ist der Süden im Winter deutlich sonniger als der oft bewölkte Norden.
Wann sind die Kanaren am günstigsten?+
Am günstigsten reist du in der Nebensaison, etwa Anfang November, Anfang Dezember sowie im Mai und Juni außerhalb der Ferien. Pauschalreisen gibt es dann je nach Insel teils schon ab ca. 350 bis 500 Euro pro Person für eine Woche.
Was ist der Calima auf den Kanaren?+
Der Calima ist ein heißer, staubiger Wind aus der Sahara, der vor allem im Sommer auftreten kann. Er bringt sehr hohe Temperaturen und eine diesige, sandige Luft mit sich. Die Sicht ist dann eingeschränkt, und für Allergiker oder Atemwegsempfindliche kann er unangenehm sein.
Wann sollte man die Kanaren zum Wandern besuchen?+
Die beste Wanderzeit liegt im Frühling von März bis Mai und im Herbst von Oktober bis November. Dann ist es nicht zu heiß und die Natur ist besonders grün. Die Inseln La Palma, La Gomera und El Hierro eignen sich dafür hervorragend.
Wie warm ist das Meer auf den Kanaren im Sommer?+
Im Sommer und Frühherbst erreicht der Atlantik rund um die Kanaren angenehme 22 bis 23 Grad, mit Höchstwerten im September und Oktober. Wegen des kühlenden Kanarenstroms wird das Wasser jedoch nie so warm wie etwa im Mittelmeer.
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