Reise-Routen
Marokko 10 Tage: Die perfekte Reiseroute für deinen Urlaub
Lesezeit: 7 Minuten ·
Marokko in 10 Tagen zu erkunden ist machbar, wenn du dich auf die wichtigsten Regionen konzentrierst. Diese Route verbindet die Berge des Rif-Gebirges, die Medinas historischer Königsstädte und die Wüstenerlebnisse der Sahara. Du wirst feststellen, dass 10 Tage ausreichen, um einen authentischen Eindruck vom Land zu bekommen – ohne dich gehetzt zu fühlen.
Tag 1-2: Ankunft in Fes und Erkundung der Altstadt
Fes ist deine Eingangsstation nach Marokko. Die meisten Flüge landen auf dem Flughafen Fes-Saïss, etwa 15 Kilometer südlich der Stadt. Ein Taxi oder Shuttle-Transfer kostet dich ca. 8-12 EUR in die Medina. Plane für den ersten Tag wenig ein: Transfer, Hotel-Check-in, abends ein ruhiges Essen in deinem Riad. Du wirst die lange Reise spüren und brauchst eine Nacht zum Akklimatisieren.
Am zweiten Tag beginnt die eigentliche Erkundung. Die Medina von Fes ist UNESCO-Welterbe und gilt als eine der ältesten Königsstädte Marokkos. Starte früh um 8 Uhr, wenn die Gassen noch nicht vollgelaufen sind. Die wichtigsten Punkte sind die Universität Al-Quaraouiyine (älteste noch funktionierende Universität der Welt, gegründet 859), die Färbereien am Chouara mit ihren rot und gelb gefärbten Lederkufen, und die Kasbah des Andalous mit Ausblick über die Stadt. Für die Färbereien solltest du mind. 2-3 EUR Trinkgeld einplanen, wenn du fotografiert hast.
Gute Hotels in der Medina sind das Riad Fes (ca. 80-120 EUR pro Nacht), das Riad Loft (ca. 70-100 EUR) oder das Dar Roumana (ca. 90-140 EUR). Alle bieten traditionelle marokkanische Architektur mit Innenhöfen. Zum Abendessen geh ins Restaurant Fez Cafe oder Le Forestier – beide liegen außerhalb des Medina-Trubels und kosten pro Person ca. 8-15 EUR.
Tag 3: Die blaue Stadt Chefchaouen im Rif-Gebirge
Die Fahrt von Fes nach Chefchaouen dauert ca. 2 Stunden und 20 Minuten (ca. 120 Kilometer). Du kannst ein Auto mit Fahrer mieten (ca. 40-60 EUR für den Tag) oder einen organisierten Transfer buchen. Chefchaouen ist berühmt für seine blau angestrichenen Häuser – ein Phänomen, das seit den 1930er Jahren besteht und angeblich hilft, Insekten fernzuhalten.
Sobald du ankommst, parke dein Auto am unteren Ende der Stadt und wandere zu Fuß hinauf. Die Medina ist autofreie Zone. Laufe durch die engen Gassen, besuche die Kasbah (Eintritt ca. 2-3 EUR), und setz dich auf einen der Plätze, um das Leben zu beobachten. Ein gutes Mittagessen mit Tajine und Orangensaft kostet ca. 5-7 EUR pro Person.
Übernachte im Dar Gezira (ca. 50-80 EUR) oder im Hotel Posada de Tetuán (ca. 60-90 EUR). Beide haben schöne Innenhöfe und sind zentral gelegen. Am Abend besuche die Ras el-Maa Wasserfälle, die direkt hinter der Stadt entspringen – kostenlos und magisch bei Sonnenuntergang.
Tag 4-5: Fes und Meknes – Königsstädte und Volubilis
Fahrt von Chefchaouen zurück nach Fes (ca. 2,5 Stunden). Nutze den Tag für einen Besuch der Mausoleum-Stadt Meknes (ca. 60 Kilometer von Fes, 1 Stunde Fahrt) und der antiken römischen Ruinen von Volubilis (weitere 40 Kilometer, ca. 45 Minuten). Das ist ein langer, aber lohnender Tag.
In Meknes besichtige die Bab Mansour Tor, das Mausoleum von Moulay Ismail und die Königlichen Ställe. Diese Stadt war unter Sultan Moulay Ismail (1672-1727) die Hauptstadt und war mit über 70 Kilometer Mauern eine der größten befestigten Städte seiner Zeit. Der Eintritt zu den Ställen kostet ca. 1-2 EUR. Das Mittagessen in einem kleinen Restaurant nahe dem Mausoleum kostet ca. 6-8 EUR.
Volubilis, etwa 45 Minuten von Meknes entfernt, ist faszinierend für jeden, der sich für Geschichte interessiert. Die Ruinen stammen aus der römischen Zeit (gegründet ca. 40 v.Chr.) und zeigen Mosaike, Säulen und Reste von Häusern. Der Eintritt liegt bei ca. 5-7 EUR. Verbringe hier 2-3 Stunden. Dann zurück nach Fes. Abendessen bei Chez Bambini (bekannt für guten Couscous, ca. 8-10 EUR pro Person).
Nutze den fünften Tag für eine Pause oder für nochmal die Orte in Fes, die du verpasst hast – etwa das Musée des Armes (Waffenmuseum) oder einen Besuch in den Gerbereien nochmal mit besserem Wissen über die Handwerkstechniken.
Tag 6-7: Über Mittlerer Atlas in die Sahara – Merzouga
Dieser Tag ist eine Langstrecke: Fes nach Merzouga (ca. 470 Kilometer, 8-9 Stunden Fahrt mit Auto und Fahrer). Es lohnt sich, den Weg nicht an einem Tag zu fahren. Eine bessere Option ist, nach Ifrane zu fahren (ca. 2 Stunden), eine französisch anmutende Bergstadt auf 1.665 Metern Höhe, und dort zu übernachten.
Am nächsten Morgen geht es weiter nach Merzouga mit Halt am See Merzouga Daya und in den Dörfern der Berber. Merzouga ist das Eingangstor zur Sahara und liegt an der südlichen Seite des Erg Chebbi, eines der größten Sandmeer-Felder Marokkos. Viele Besucher buchen hier eine Kamelsafari in die Wüste (ca. 30-40 EUR pro Person für 4-5 Stunden).
Gute Unterkünfte sind das Kasbah Boumalne (ca. 60-90 EUR mit Vollpension), das Ecolodge Ksar Sania (ca. 80-110 EUR) oder das Auberge Dunes Gold (ca. 50-70 EUR). Viele dieser Camps bieten auch Übernachtungen in Beduinen-Zelten an (ca. 40-60 EUR). Der Sonnenaufgang über den Sanddünen am nächsten Morgen ist der Höhepunkt vieler Marokko-Reisen. Frag dein Hotel, ob sie um 5:30 Uhr eine Wecker-Weckung arrangieren – die meisten tun das kostenlos.
Tag 8: Rückfahrt via Todra-Schlucht nach Marrakesch
Die Fahrt von Merzouga nach Marrakesch ist ca. 560 Kilometer lang und dauert ca. 10-11 Stunden ohne Pausen. Kein einzelner Tag ist realistisch. Fahre daher von Merzouga in die Todra-Schlucht (ca. 1,5 Stunden) und übernachte dort. Die Todra-Schlucht ist ein enger Talpass zwischen roten Felswänden – am schönsten am Morgen und Ende des Nachmittags, wenn die Sonne tief steht.
Gutes Hotel dort: Dar Addar (ca. 50-70 EUR) oder Kasbah Todra (ca. 45-65 EUR). Wandere in der Schlucht 1-2 Stunden, schwimme im Pool (wenn es warm ist), und genießes das Gefühl, in einem Talkessel umgeben von Felsen zu sein. Am nächsten Morgen fahrt weiter nach Marrakesch (ca. 5,5-6 Stunden).
Tag 9-10: Marrakesch – Paläste, Souks und Erholung
Marrakesch ist die südlichste Königsstadt und ein Kontrastprogramm zu Fes. Während Fes altehrwürdig und religiös geprägt ist, wirkt Marrakesch lebendiger und touristischer. Die Medina ist größer und voller Leben. Der Platz Djemaa el-Fna ist das Herz der Stadt – Schlangenbeschörer, Geschichtenerzähler, Musikanten und Essensverkäufer schaffen eine Atmosphäre, die du nirgendwo sonst in Marokko findest.
Die Hauptsehenswürdigkeiten sind der Palais Bahia (ehemaliger Palast aus dem 19. Jahrhundert, Eintritt ca. 3-5 EUR), die Saadier-Gräber (unterirdische Grabstätte aus dem 16./17. Jahrhundert, ca. 3-4 EUR), die Koutoubia-Moschee (von außen zu sehen, nicht für Nicht-Muslime zugänglich) und die Medersas von Ben Youssef (Koranschule mit wunderschömen Innenhof, ca. 2-3 EUR). Für Souks: Der Souk Kissaria ist der beste für Textilien, der Souk Semmarine für Kleinwaren und Gewürze. Preise beim Kaufen aushandeln – starten Sie bei 50% unter der geforderten Summe.
Die Marrakesch-Medina bietet viele Riad-Hotels. Das Riad Karmela (ca. 70-100 EUR) ist zentral und ruhig. Das Riad Dar Anika (ca. 80-120 EUR) hat einen wunderschönen Pool-Patio. Das günstigere Riad La Sultana (ca. 60-90 EUR) liegt auf der südlichen Seite. Am letzten Tag entspanne im Jardin Majorelle (berühmter botanischer Garten mit blauem Pavillon, ca. 7-10 EUR Eintritt) oder buche eine traditionelle Hammam-Behandlung (ca. 10-20 EUR für 1-2 Stunden). Zum Abschlussdinner geh ins Restaurant Al Baraka oder Le Foundouk (beide im souk-nahen Bereich, ca. 10-15 EUR pro Person).
Praktische Tipps für deine 10-Tage-Marokko-Route
Anreise: Flüge nach Fes oder Casablanca findest du über urlaubsknopf.de mit klassischen Filtern nach Preis und Flugzeit oder mit der KI-Reisesuche nach deinen exakten Kriterien. Direktflüge von deutschen Airports nach Fes dauern ca. 4-5 Stunden. Alternativ über Casablanca mit Anschluss (Gesamtdauer ca. 6-7 Stunden).
Verkehrsmittel vor Ort: Mietwagen ist die beste Option für diese Route (ca. 25-40 EUR pro Tag je nach Fahrzeug). Achte auf Vollkaskoversicherung. Busse sind billiger (ca. 5-15 EUR pro Strecke), aber zeitaufwendiger. Taxis sind teuer und oft ohne Taxameter. Arrangiere Transfers über dein Hotel vorab – das kostet mehr als Taxameter-Taxis, ist aber sicherer und transparenter (ca. 20-50 EUR pro Strecke).
Beste Reisezeit: Oktober bis November oder März bis Mai. Sommermonate (Juni-September) sind in der Sahara unerträglich heiß (40-50 Grad Celsius). Dezember bis Februar können kalt sein, besonders in den Bergen. Regen ist möglich, aber selten.
Geld und Budgetierung: Die Währung ist der Marokkanische Dirham (MAD, ca. 1 EUR = 11 MAD). Geldautomaten sind in allen größeren Städten vorhanden. Bargeld ist in kleineren Orten und für Trinkgelder wichtig. Ein realistisches Tagesbudget für Mittelklasse-Reisende liegt bei ca. 60-80 EUR (Hotel 50-70 EUR, Essen 10-15 EUR, Aktivitäten 5-10 EUR).
Essen und Wasser: Trinkwasser aus der Leitung ist in touristischen Hotels meist sicher, aber kaufe lieber Flaschenwasser (ca. 1-2 EUR). Marokkanische Küche ist Highlight der Reise – probiere Tagine (Fleisch- oder Gemüseeintopf in Lehmtöpfchen), Couscous, Pastilla (süßes Teiggericht mit Fleisch), und Minztee überall. Essen auf der Straße ist günstig und meist hygienisch – such nach Orten mit vielen lokalen Kunden.
Tipps für Urlaubsknopf-Nutzer: KI-Reisesuche plus klassische Filter
Mit urlaubsknopf.de kannst du diese Marokko-Route noch intelligenter planen. Die KI-Reisesuche ermöglicht Anfragen wie 'Marokko, 10 Tage, März bis Mai, Luxushotels mit Pool' – die KI versteht die Gesamtbestellung und schlägt dir sofort passende Kombinationen vor. Gleichzeitig kannst du klassisch filtern: nach Sternzahl, nach Lage (Medina vs. moderne Außenbereiche), nach Ausstattung (Hammam, Restaurant, Spa). Beide Ansätze kombiniert bedeuten: kein Hin- und Her-Switchen zwischen Tools.
Konkret für diese Route: Nutze die KI-Suche, um Hotels in Fes, Chefchaouen und Marrakesch zu finden, die dein Budget und deine Vorlieben treffen. Dann refine die Ergebnisse klassisch nach 'Riad-Stil', '4-Sterne' oder 'zentral gelegen'. Für Transfers und Aktivitäten nutzt du weiterhin dein Hotel oder lokale Agenturen – aber deine Unterkunftsbuchung sollte eine solide Basis sein.
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Häufige Fragen
Wie lange dauert die Fahrt von Fes nach Marrakesch?+
Die direkte Fahrt dauert ca. 9-10 Stunden mit Auto. Wegen der langen Strecke empfehlen wir, sie auf 2-3 Tage zu verteilen – mit Übernachtung in Ifrane (Bergregion) und/oder Merzouga (Sahara). So siehst du mehr und reist entspannter.
Ist es sicher, alleine als Frau nach Marokko zu reisen?+
Marokko ist generell sicher für weibliche Reisende. In touristischen Gebieten wie Fes, Marrakesch und Chefchaouen gibt es wenig Probleme. Trag in konservativen Gegenden lange Kleidung, reise nicht nachts alleine und meide leere Gassen nach Sonnenuntergang. Hotels und Riads bieten gute Orientierungshilfen.
Wie viel Trinkgeld sollte ich geben?+
In Restaurants 10% des Rechnungsbetrags. Hotelpersonal und Taxifahrer: 1-2 EUR pro Service. Bei Tourenführern und privaten Fahrern 3-5 EUR am Ende. In Marktgassen beim Fotografieren von Färbereien oder ähnlichem 2-3 EUR. Trinkgeld ist erwünscht, aber nicht erzwungen.
Brauche ich ein Visum für Marokko?+
Deutsche, Österreicher und Schweizer bekommen auf Ankunft einen kostenlosen Stempel für 90 Tage. Reisepass muss mindestens 6 Monate gültig sein. Ein Rückflugticket oder Weiterreisebeweis sollte vorhanden sein.
Was ist die beste Zeit, um Kamelsafaris in der Sahara zu machen?+
Oktober bis April, wenn Temperaturen tagsüber 25-30 Grad und nachts 10-15 Grad sind. Mai bis September ist die Hitze unerträglich (über 40 Grad). Früh morgens starten (5:30-6:00 Uhr) ist am angenehmsten. Viel Wasser mitnehmen und Sonnenschutz ist essentiell.
Kann ich diese Route auch anders herum fahren (Marrakesch zuerst)?+
Ja, absolut. Start in Marrakesch, dann nach Merzouga und Todra, zurück über Fes und Chefchaouen. Der logistische Vorteil ist derselbe. Wähle je nachdem, wie dein Flug liegt – wenn dein Rückflug von Casablanca ist, fahre die Route rückwärts.
Wo buche ich Hotel und Transfers am besten?+
Für Hotels nutze urlaubsknopf.de: Die KI-Reisesuche versteht deine gesamten Anforderungen (Budget, Lage, Stil), und klassische Filter helfen bei Details (Riad-Stil, Pool, zentral). Transfers arrangierst du über dein Hotel vor Ort oder über weg.de. Das ist transparenter als Taxis ohne Taxameter.
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