Reise-Routen
Madeira 10 Tage: Die perfekte Reiseroute für deinen Urlaub
Lesezeit: 6 Minuten ·
Zehn Tage auf Madeira reichen aus, um die Insel wirklich kennenzulernen. Mit dieser Route besuchst du nicht nur Funchal und die bekannten Südstrände, sondern erkundest auch die dramatische Nordküste, grüne Wanderrouten und einsame Dörfer im Inselinneren. Die Route ist flexibel gestaltet: Du kannst einzelne Tage auslassen, wenn dir danach ist, oder dich länger an deinem Lieblingsort aufhalten.
Tag 1-2: Ankunft in Funchal und erste Erkundungen
Funchal liegt am südlichen Zipfel Madeiras und ist deine Ankunftsstadt. Die meisten Flüge von Deutschland landen hier. Vom internationalen Flughafen (kurz CFU) erreichst du die Stadt nach etwa 20 Minuten Fahrt. Die Fahrt kostet dich etwa 15 bis 20 Euro mit Taxi oder lokalem Shuttle-Service. Viele Hotels bieten kostenlose Abholung an, frag beim Buchen nach.
Am ersten Tag kannst du gemütlich ankommen und den Jet-Lag ausschlafen. Schlendere abends durch die Altstadt (zona velha) und lass dich von den bunten Häusern fotografieren. Die engen Gassen sind besonders um 18 Uhr sehenswert, wenn das Licht golden wird. Hier findest du auch gute Restaurants: Casa do Peixe serviert frischen Fisch, kostet dich etwa 15-20 Euro pro Hauptgang.
Am zweiten Tag lohnt sich die Fahrt zum Botanischen Garten Jardim Botânico (Eintritt ca. 5 Euro). Die Panorama-Aussicht über Funchal ist spektakulär, und der Spaziergang dauert zwei bis drei Stunden. Danach fährst du mit der Seilbahn hinauf zum Monte-Nonnenviertel (Ticket ca. 7 Euro). Von dort kannst du mit dem traditionellen Korbschlitten (Carro de Cesto) hinab nach Funchal fahren, ein touristisches aber wirklich unterhaltsames Erlebnis für etwa 30 Euro pro Person.
Tag 3: Südküste und Ponta do Sol
Die Südküste Madeiras besticht durch ihre Wärme und ihre hübschen Dörfer. Fahrt nach Ponta do Sol (ca. 50 Kilometer westlich von Funchal). Die Fahrt mit Mietwagen dauert etwa 75 Minuten. Ponta do Sol ist kleiner und weniger überlaufen als Funchal, perfekt um den Urlaubsrhythmus zu finden.
Der Ort selbst ist überschaubar: Ein Strand, ein paar Restaurants, viel Ruhe. Der schwarze Strand ist etwa 150 Meter lang und von rötlichen Felswänden umgeben. Zum Schwimmen ist er geeignet, aber nicht ideal wegen der Wellen. Besser ist der Süßwasser-Badeplatz in der Bucht von Ponta do Sol, wo kleine Pools entstanden sind.
Zum Abendessen probiere das Restaurant O Fogo, das direkt an den Strand gebaut ist. Sie servieren Tintenfisch-Spezialitäten (Lula à Madeirense) für etwa 12 Euro und frischen Weißwein. Nachts sitzen hier Einheimische zusammen, keine Tour-Gruppen. Falls du im Osten bleiben möchtest, ist auch Machico (östlich von Funchal) eine Option. Der dortige Strand Praia de Machico ist breiter und zum Baden besser geeignet.
Tag 4-5: Nordküste und die Lévadas-Wanderungen
Die Nordküste Madeiras ist eine andere Welt: stürmischer, grüner, weniger touristisch. Fahre von Ponta do Sol über die Insel hinauf nach Santana. Die Fahrtzeit beträgt etwa zwei Stunden, die Route führt über 1.500 Meter Höhe. In Santana findet sich das berühmteste Dorf Madeiras mit seinen roten Dächern, aber auch eines der am meisten fotografierten. Der echte Reiz liegt in den Wanderungen der Gegend.
Der absolut beste Tag auf Madeira ist die Wanderung der Levada do Caldeirão Verde (die grüne Kessel-Lévada). Lévadas sind künstliche Bewässerungskanäle, oft eingemeißelt in steilen Bergwänden. Diese spezielle Lévada verläuft durch Nebelwald, über kleine Hängebrücken und endet an einem Wasserfall. Die Strecke ist einfach (auch für Anfänger), dauert etwa vier Stunden und kostet nichts. Geh früh los (vor 8 Uhr), dann triffst du weniger andere Wanderer. Du brauchst festes Schuhwerk und solltest Angst vor Höhe nicht haben, da der Weg teilweise an etwa 300 Meter hohen Abgründen verläuft (mit stabiler Eisenkette gesichert).
Am nächsten Tag probiere die Levada dos 25 Fontes. Diese Wanderung ist schwieriger und endet an einem Tal mit 25 kleinen Wasserfällen. Die Gesamtstrecke beträgt etwa 7 Kilometer, dauert fünf bis sechs Stunden und ist matschig. Du wirst danach nass sein, also pack einen Rucksack mit Ersatzkleidung. Das kleine Dorf Rabaçal, wo die Wanderung startet, hat einen kostenlosen Parkplatz.
Tag 6: Bergdorf Curral das Freiras und Ribeiro Frio
Curral das Freiras ist ein Bergdorf im Inselinneren, 700 Meter hoch, eingebettet in ein tiefes Tal. Der Name bedeutet Nonnen-Tal. Es gibt dort keine Strände, aber eine beeindruckende Natur. Fahre von Funchal aus in etwa 45 Minuten dorthin. Das Dorf selbst hat maximal 1.500 Einwohner, eine kleine Kirche, ein bis zwei Restaurants und viel Stille.
Im Restaurant Neto gibt es hausgemachte Speisen: Kastanien-Suppe (eine lokale Spezialität), Fleischeintöpfe und selbstgebackenes Brot für etwa 10 Euro. Nach dem Mittagessen kannst du zum Aussichtspunkt Pico do Areeiro fahren (30 Minuten). Der Weg ist spektakulär, die Kurven scharf. Von dort oben (1.818 Meter) siehst du bei klarem Wetter die ganze Insel. Manchmal liegt unter dir eine Wolkendecke, auch das ist beeindruckend.
Später fährst du weiter nach Ribeiro Frio (kühle Quelle), ein winziges Dorf mit Gartenanlage und der berühmten Forellenfarm (Piscicultura). Du kannst hier Forellen angeln oder sie später in einem der Restaurants essen. Es ist sehr touristisch, aber die Waldwege um Ribeiro Frio sind grün und ruhig, ideal für einen Spaziergang ohne lange Wanderung.
Tag 7-8: Östliche Küste und Porto Santo
Der Osten Madeiras ist weniger touristisch als der Süden und Norden. Das Dorf Porto Santo ist ein ruhiger Fischerort mit echtem lokalem Charakter. Die Fahrt von Curral das Freiras dauert etwa zwei Stunden (über Funchal). Der dortige Strand ist sandig, relativ breit und zum Baden geeignet, unterscheidet sich aber deutlich von den schwarzen Lavastränden.
Porto Santo ist berühmt dafür, dass Columbus hier übernachtet haben soll, bevor er Amerika entdeckte. Das ist historisch umstritten, aber die Geschichte wird im kleinen Museum erzählt. Das eigentliche Erlebnis ist aber, die Zeit zu verlangsamen. Setz dich abends ins Restaurant A Minha Terra, bestell frischen Fisch und beobachte die Fischer beim Ausbessern ihrer Netze.
Wenn du noch einen dritten Tag hast, fahre nach Ponta de São Lourenço, dem östlichsten Punkt der Insel. Die Busfahrt dauert 30 Minuten von Porto Santo. Die gleichnamige Wanderung ist mittelschwer (zwei bis drei Stunden, 5 Kilometer) und führt über rote und schwarze Felsformationen mit Blick auf kleine vorgelagerte Inseln. Das Kap ist windig und rauher als der Rest Madeiras, aber gerade deswegen authentisch.
Tag 9: Westliche Inseln und Wassersport
Der Westen Madeiras beherbergt mehrere kleinere Inseln. Am Meisten Sinn macht ein Tagesausflug zu den Îlhas Desertas (menschenlosen Inseln). Bootfahrten starten von Funchal und Caniço aus (ca. 20-30 Euro pro Person). Die Fahrt dauert etwa 45 Minuten. Du kannst dort schnorcheln, auf einer der Inseln essen (eine lokale Pension serviert gegrillt Fisch) und verschwinde vom Trubel.
Falls Wassersport dir besser passt, mach einen Surfkurs. Die Nordküste hat regelmäßig Wellen, besonders die Strände Jardim do Mar und Paul do Mar im Südwesten. Ein Einsteiger-Kurs kostet etwa 40-50 Euro und dauert zwei bis drei Stunden. Du brauchst keine Vorkenntnisse. Die Wassertemperatur liegt ganzjährig zwischen 17 und 23 Grad Celsius. Eine Neopren-Weste ist sinnvoll.
Alternativ: Fahre nach Câmara de Lobos, ein Fischerdorf 15 Kilometer westlich von Funchal. Die Bucht ist wunderschön, eng umringt von steil abfallenden Felsen. Die Fischerboote sind in traditionellen Farben angestrichen. Am Hafen gibt es ein paar einfache Restaurants. Das Dorf ist ruhig und echte, nicht inszenierte Madeira.
Tag 10: Rückkehr und letzte Shoppen in Funchal
Am letzten Tag fahre zurück nach Funchal. Wenn dein Flug am Abend geht, nutze den Vormittag noch für letzte Besorgungen. Der Funktionärsmarkt (Mercado de São Pedro) ist der beste Ort für lokale Produkte: Mangos, lokale Avocados, Wein, Honig und Stickereien. Alles ist günstiger als in den touristischen Shops, und du unterstützt direkt kleine Verkäufer.
Falls du noch Zeit hast, besuche das Museu de Arte Contemporânea (Eintritt ca. 5 Euro). Es ist klein, aber zeigt zeitgenössische portugiesische Kunst. Besser ist aber ein letzter Kaffee im Café Mocha an der Avenida, von dort blickst du übers Meer.
Zum Mittagessen vor dem Flug: Geh ins Armazém do Mercado. Das ist ein modernes Restaurant im gleichen Gebäude wie der Markt. Sie servieren Fischsuppe (Açorda de Marisco) für 8 Euro und andere traditionelle Gerichte. Danach fährst du zum Flughafen (20 Minuten, wieder 15-20 Euro). Die meisten Flüge nach Deutschland gehen am frühen Abend, du hast also genug Zeit für diesen entspannten Morgen.
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Häufige Fragen
Wann ist die beste Zeit für eine 10-Tage-Reise nach Madeira?+
März bis Mai und September bis November sind ideal. Das Wetter ist warm (20-25 Grad), aber nicht zu heiß. Juni bis August kann es sehr voll werden, und Dezember bis Februar bringt Regen. Winde können im Winter stärker sein, besonders an der Nordküste.
Brauche ich einen Mietwagen für diese Route?+
Ja, ein Mietwagen ist praktisch notwendig. Die öffentlichen Busse fahren nur auf den Hauptstrecken. Preise liegen bei etwa 30-40 Euro pro Tag für einen Kleinwagen. Alternativ kannst du Taxis nutzen, das wird aber teuer. Manche Tage (z.B. Wandertage) brauchst du das Auto nicht.
Wie viel Budget sollte ich für 10 Tage einplanen?+
Mit kleinerem Budget: 40-50 Euro pro Tag (einfache Unterkunft, Restaurants außerhalb Funchal). Durchschnittlich: 70-100 Euro pro Tag (mittelklasse Hotels, gutes Essen). Luxus: 150+ Euro pro Tag. Flüge von Deutschland kosten meist 80-150 Euro hin und zurück. Insgesamt: 800-1.500 Euro mit Flug und Unterkunft für zwei Wochen.
Kann ich alle Wanderungen auch mit Kindern machen?+
Die Levada do Caldeirão Verde ist kinderfreundlich (leicht, mit Sicherungen). Die Levada dos 25 Fontes ist matschig und anstrengender. Ponta de São Lourenço ist machbar, aber windig. Porto Santo und einfache Strandspaziergänge sind ideal für Kinder. Plane maximal vier Stunden pro Tag als Aktivität.
Wo finde ich KI-gestützte Reisesuche und klassische Filter kombiniert?+
Urlaubsknopf.de kombiniert beide: Gib natürlichsprachig ein, was du willst (z.B. 'Madeira-Hotels mit Pool und Meerblick unter 100 Euro'), oder nutze klassische Filter für exakte Detail-Suche. Beide Wege funktionieren auf einer Plattform, kein Tool-Wechsel nötig.
Was kosten Restaurants durchschnittlich?+
Einfache lokale Restaurants: 8-15 Euro für Hauptgänge. Touristische Restaurants: 20-30 Euro. Hochwertige Restaurants in Funchal: 35-50 Euro. Snacks an Marktständen: 2-4 Euro. Selbstversorgung ist günstiger, besonders im Markt de São Pedro.
Ist Madeira für Anfänger-Wanderer geeignet?+
Ja, es gibt einfache und mittelschwere Routen. Die Lévadas sind speziell dafür gemacht, dass auch Nicht-Sportler gehen können. Anspruchsvolle Bergwanderungen gibt es auch, aber du musst dich nicht dafür entscheiden. Wichtig: Festes Schuhwerk und Mut zur Höhe bei Lévadas.
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