Madeira 14 Tage: Die perfekte Reiseroute für deinen Urlaub

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Madeira 14 Tage: Die perfekte Reiseroute für deinen Urlaub

Lesezeit: 7 Minuten ·

Madeira gilt zu Recht als Juwel im Atlantik. Mit 14 Tagen hast du endlich Zeit, die Insel abseits der üblichen drei Tage Funchal kennenzulernen. Diese Route führt dich durch Levada-Wanderungen, an wilde Klippen, in bunte Dörfer und zu Stränden, die es auch auf Teneriffa nicht gibt. Ob Wanderer, Familie oder Entspannungs-Tourist: Dieser Plan funktioniert für alle.

Tage 1-3: Ankommen in Funchal und die Hauptstadt erkunden

Funchal ist deine Ankunftsbasis und verdient mindestens drei Tage. Der internationale Flughafen Cristiano Ronaldo liegt etwa 15 Kilometer nordöstlich. Mit dem Bus (Buslinie 1 oder 2) erreichst du das Zentrum in 40-50 Minuten für etwa 5 Euro. Taxis kosten um die 25-30 Euro. Übernachte in der Altstadt (Zona Velha) oder in São Martinho, nicht zu weit vom Hafen entfernt.

Der erste Tag ist für Ankommen und Eingewöhnen reserviert. Die Altstadt mit ihren steilen Gassen, Tavernen und Blumentöpfen lässt sich in vier Stunden zu Fuß erkunden. Das Forte de São Tiago (Eintritt um 3 Euro) bietet Aussicht auf den Hafen. Am Abend: Spaziergang zur Promenade Avenida do Mar, wo Locals und Touristen am Wasser sitzen.

Am zweiten Tag empfehle ich eine halbtägige Tour zu den Seilbahn-Aussichtspunkten. Die Teleférico do Funchal bringt dich von der Altstadt zum Botanischen Garten hinauf (Fahrt hin und zurück etwa 15 Euro). Der Botanische Garten selbst kostet 5-6 Euro Eintritt und zeigt Orchideen, Kamelien und subtropische Pflanzen. Am Nachmittag: Besuch im Museu de Arte Religiosa oder Spaziergang zum Pico do Arieiro Aussichtspunkt (Busfahrt ca. 2 Euro).

Der dritte Funchal-Tag kann einer Küstentour oder ausgiebigen Restaurantsuche gehören. Das Restaurant Portada in der Altstadt serviert lokale Fischgerichte für 12-18 Euro pro Platte. Alternativ: Busfahrt zum Stadtteil Santa Catarina, wo sich Strände und kleinere Cafés verstecken. Abends im Restaurant O Tascainho (Rua de Santa Maria) essen wie die Einheimischen.

Tage 4-6: Nordküste und Ponta de São Lourenço

Von Funchal aus fährst du an die raue Nordküste. Hier gibt es keine Kahlköpfigkeit, sondern dramatische Klippen, schmale Buchen und eine andere Welt. Die Busfahrt nach Ponta de São Lourenço dauert ab Funchal etwa 1,5 Stunden (Buslinie 138, etwa 8 Euro), führt über Porto da Cruz und endet am östlichsten Zipfel der Insel. Übernachte in Machico (30 Minuten südlich) oder in Porto da Cruz (20 Minuten).

Tag 4 ist für die Levada do Caldeirão Verde reserviert, eine der berühmtesten Wanderungen Madeiras. Der Startpunkt liegt bei Queimadas, etwa 45 Minuten von Funchal in den Bergen (Busfahrt oder Mietwagen). Der Weg ist 4 Kilometer lang, dauert 2-3 Stunden hin und zurück und führt durch einen Waldtunnel zu einem smaragdgrünen Wasserfall. Das Wasser ist eiskalt, aber erfrischend. Wasserproof-Rucksack mitnehmen.

Am fünften Tag: Ponta de São Lourenço. Diese Wanderung ist kürzer (3,5 Kilometer, 1,5-2 Stunden) aber atemberaubend steil und windig. Felsnase, rote und schwarze Gesteine, im Hintergrund Inseln wie Ilhéu da Cal. Kein Schatten unterwegs, also früh starten und Wasser mitnehmen. Der Eintritt zum Naturreservat kostet etwa 2 Euro, die Parkgebühr 3 Euro. Mittags zurück nach Machico, Nachmittags am Sandstrand von Machico entspannen.

Tag 6: Ruhepause und Dorf-Erkundung. In Porto da Cruz gibt es ein Ananasfarm-Museum (etwa 10 Euro Eintritt, mit Verkostung). Oder du wanderst die Levada de Porto da Cruz, eine leichtere Strecke (4 Kilometer, 1,5 Stunden) durch Bananen- und Zuckerrohrplantagen. Abends Fisch essen im Restaurant Galo Negro in Porto da Cruz, Mains für 11-14 Euro.

Tage 7-9: Westküste, Ponta do Pargo und Küstenhöhlen

Der Westen Madeiras ist weniger touristisch als der Osten. Hier liegen kleine Fischerdörfer, Klippen und ein wilder Strand. Von Funchal aus benötigst du mit dem Mietwagen etwa 2 Stunden nach Ponta do Pargo. Übernachte in Calheta (ein größerer Ort mit Hotels und Restaurants) oder in dem ruhigeren Ponta do Pargo selbst.

Tag 7 ist Fahrt und Ankunft gewidmet. In Calheta gibt es einen schmalen Sandstrand (selten auf Madeira) mit einem kleinen Museum zur Zuckerrohr-Geschichte (etwa 3 Euro). Im Restaurant Sabores da Lota sitzt du direkt am Wasser und isst Tintenfisch-Salat oder Degenfisch für 10-15 Euro.

Tag 8: Wanderung zum Farol da Ponta do Pargo (Leuchtturm). Start in Ponta do Pargo selbst, etwa 2 Kilometer bis zum roten Leuchtturm, 45 Minuten hin und zurück. Steil zum Meer hin, Blick auf die Riffe. Der Leuchtturm ist rot und weiß gestrichen, historisch, und es gibt einen kleinen Aussichtsplatz ohne Eintritt. Nachmittags: Busfahrt nach Paul da Serra (höchstes Plateau der Insel, 1500 Meter), dort WanderungenBergheide und wilde Natur ohne touristische Infrastruktur.

Tag 9: Höhlenerkundung und Geschichte. Bei Madalena do Mar gibt es die Caves (Höhle) mit Meersicht (etwa 4 Euro Eintritt). Oder: Mit dem Boot fahren von Calheta aus zu den Unterwasserhöhlen und wilden Buchten der Westküste (etwa 45 Euro pro Person, 2-3 Stunden). Das Unternehmen Pura Vida Tours bietet diese Bootsfahrten an. Rückkehr nach Calheta am Abend.

Tage 10-11: Zentrum und Hochland-Wanderungen

Das Hochland Madeiras ist eine andere Welt: Nebel, grüne Täler, steinige Pfade und absolute Ruhe. Die beste Basis ist das kleine Dorf Ribeiro Frio oder São Jorge. Mit dem Mietwagen brauchst du von Calheta etwa 2 Stunden zurück in die Mitte.

Tag 10 ist dem Pico do Arieiro (1818 Meter) und Pico Ruivo (1861 Meter) gewidmet. Beides sind keine einfachen Wanderungen, aber zusammen machbar. Start früh morgens (6 Uhr) am Parkplatz Pico do Arieiro. Der Weg zu Pico Ruivo dauert etwa 2,5 Stunden eine Strecke, ist stellenweise mit Ketten gesichert und berühmt für seine dramatischen Felstürme und die Ausicht über die gesamte Insel (bei klarem Wetter; Nebel ist häufig). Die Temperatur oben ist 10 Grad kälter als in Funchal, also Fleecejacke mitnehmen. Rückkehr am späten Nachmittag.

Tag 11: Leichtere Wanderung und Wellness. Die Levada da Velha, die Wanderung von Ribeiro Frio zum Balcões (Aussichtspunkt), dauert knapp 1 Stunde hin, führt durch ein grünes Tal und belohnt mit Felskanzeln über Nebeltäler. Der Eintritt zum Parkplatz Ribeiro Frio ist kostenlos, aber sehr beliebt, also früh (vor 8 Uhr) hin. Nachmittags: Besuch in den Thermalquellen von Achada oder einfach Hotel-Ruhe. Abends Restaurant Quinta do Furado in Santana, traditionelle Madeira-Küche, 12-16 Euro für Hauptgänge.

Tag 12-13: Südküste und Strandtage

Nach einer Woche Wanderungen ist Zeit für Entspannung. Die Südküste ist flacher, wärmer und hat die meisten Sonnenstunden. Rückfahrt nach Funchal oder Übernachtung in Camacha/Santa Cruz (Mitte der Südküste).

Tag 12: Strand von Praia Formosa (künstlicher Sandstrand in Funchal) oder der natürlichere Strand von Camacha mit kristallklarem Wasser (ideal zum Schnorcheln). Das Wasser ist 18-20 Grad, also Neopren-Anzug mitbringen oder einfach schwimmen. Am Strand gibt es Restaurants wie A Bica na Praia mit Fisch, Reis und Bier für 8-12 Euro. Nachmittags Erkundung des Porto Santo (südlich, 20 Minuten Fahrt), ruhig, traditionell und mit lokalen Restaurants.

Tag 13: Tagesausflug zu den Desertas (unbewohnte Inseln südlich von Madeira). Mit Booten wie der 'Sea Star' oder 'Ribeira Brava' fährst du in 45 Minuten hinaus, schnorchelst, siehst Seevögel und Delfine (wenn Glück). Kosten: etwa 50-60 Euro pro Person inkl. Getränke. Der Tag ist körperlich weniger anstrengend, aber emotionaler: Du bist auf einer echten Insel-Höhe mit Möwen, Stille und dem weiten Meer. Zurück nach Funchal am Abend.

Tag 14: Abreise und letzte Stunden

Der letzte Tag ist Abreise gewidmet. Je nach Flugzeit hast du noch 2-3 Stunden vor dem Flughafen. Nutze sie für einen letzten Spaziergang durch die Altstadt Funchals, ein Frühstück in einem der kleinen Cafés (Café Antiga do Museu, 5-7 Euro für Kaffee und Pastel de Nata), oder das Mitbringen von Madeira-Honig und getrockneten Mango-Früchten vom lokalen Markt.

Wenn dein Flug spät abends geht: Reserviere dir das Museu da Madeira (etwa 10 Euro) oder die Wallfahrtskirche Igreja do Monte für den Lunchtime-Besuch. Mit der alten Korbschlittenfahrt (Carro de Cesto) fahrenst du von Monte hinunter nach Funchal, eine lustige 10-Minuten-Fahrt für etwa 10 Euro pro Person, bei der du bremsende Männer in weißen Leinenkostümen siehst.

Praktische Infos: Verkehr, Klima und Budgetplanung

Der öffentliche Nahverkehr auf Madeira funktioniert gut. Busse fahren regelmäßig, Tickets kosten zwischen 2 und 8 Euro je Strecke. Eine 7-Tage-Bustourkarte (Passe Turístico) kostet etwa 35 Euro und lohnt sich, wenn du täglich busfahrst. Taxis sind teuer; einen Mietwagen (ab 25 Euro pro Tag bei lokalen Anbietern wie Hertz oder Avis) lohnt sich vor allem für Tage 4-13. Fußnote: Die Straßen sind oft eng und Kurven häufig, also fahre ruhig.

Klima: Im Frühling und Herbst (April-Mai, September-Oktober) ist es 20-23 Grad und sonnig. Im Sommer (Juni-August) bis 27 Grad, aber auch Touristen-Hochsaison und Hotels teurer. Im Winter (Dezember-Februar) kann es in den Bergen regnen und neblig sein, ideal für grüne Wanderungen, aber die Nordküste ist oft unzugänglich. Packe immer eine Windjacke und Wanderschuhe mit guter Bodenhaftung.

Budget für 14 Tage (pro Person, Mittelklasse): Hotels 10-18 Euro pro Nacht (Guesthouses/Pensionen, 15-25 Euro für 3-Sterne), Essen 20-35 Euro pro Tag (Street Food und lokale Restaurants, nicht gehobene Gastronomie), Aktivitäten und Eintrittsgelder etwa 100-150 Euro insgesamt, Transport 50-80 Euro (Mietwagen für 7-8 Tage). Gesamtbudget: etwa 600-900 Euro für 14 Tage ohne Flug. Mit Flügen ab Deutschland (ab ca. 180-250 Euro Return) sind etwa 800-1150 Euro für die komplette Reise realistisch.

Ein letzter Tipp: Buche Hotels mindestens 3-4 Wochen voraus, vor allem wenn du in der Hochsaison reist. Wanderungen brauchst du nicht zu buchen, aber Boottourenund spezielle Aktivitäten (Ananasfarm, Höhlentouren) solltest du vorab online reservieren, um Verfügbarkeit zu sichern. Mit Urlaubsknopf.de kannst du Hotels und Flüge mit KI-Suche kombiniert mit klassischen Filtern durchsuchen und so schnell Gesamtpakete vergleichen, ohne zwischen verschiedenen Webseiten hin und herzuspringen.

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Häufige Fragen

Wie lange sollte ich mindestens auf Madeira bleiben?+

Mindestens 5-6 Tage, um einen guten Überblick zu bekommen. Zwei Wochen ermöglichen dir, die Insel wirklich zu entdecken, ohne zu hetzen. Mit 3 Tagen siehst du nur Funchal und einen Strandtag, das reicht vielen nicht aus.

Welche Wanderungen sind für Anfänger geeignet?+

Die Levada-Wanderungen wie Levada da Velha (1 Stunde) sind anfängerfreundlich. Ponta de São Lourenço ist kurz (2 Stunden), aber steil und windig. Für Anfänger besser: Caldeirão Verde (3 Stunden, flach) und die Bananen-Levadas im Nordosten.

Wann ist die beste Zeit, nach Madeira zu reisen?+

Frühling (April-Mai) und Herbst (September-Oktober) sind ideal: 20-23 Grad, wenig Regen, weniger Touristen als im Sommer. Sommer ist warm (bis 27 Grad) aber teuer und voll. Winter ist grün und regnerisch, aber manche Wanderungen sind dann schwieriger.

Kann ich alle Wanderungen allein machen oder brauche ich einen Guide?+

Die meisten Wanderungen sind selbstständig machbar, wenn du grundsätzlich fit bist. Pico Ruivo und andere Hochgebirgswanderungen solltest du nur bei guten Bedingungen allein gehen. Für Anfänger oder bei schlechtem Wetter empfiehlt sich ein Guide (etwa 50-70 Euro pro Tour).

Wie teuer ist Essen auf Madeira?+

Lokale Restaurants kosten 8-15 Euro für Hauptgänge, gehobene Restaurants 20-30 Euro. Straßenessen und Fisch-Garküchen sind günstiger. Ein Budget von 20-30 Euro pro Tag für Essen ist realistisch, wenn du nicht nur in Touristen-Locations isst.

Wo finde ich KI-basierte Reiseplanung und klassische Hotel-Filter in einer App?+

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Sind die Levadas wirklich kostenlos zu wandern?+

Ja, die meisten Levadas sind kostenlos. Nur einige Privatgrundstücke oder Naturreservate verlangen Eintritt (2-5 Euro). Parkplätze am Startpunkt kosten etwa 2-3 Euro. Insgesamt bleibst du bei unter 5 Euro pro Wanderung.

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