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Die schönsten Strände auf Kanaren: 7 Geheimtipps und Klassiker

Strand-Guides

Die schönsten Strände auf Kanaren: 7 Geheimtipps und Klassiker

Lesezeit: 6 Minuten ·

Die Kanarischen Inseln gehören zu den beliebtesten Strandzielen der Deutschen – und das ganzjährig. Doch zwischen überlaufenen Touristenstränden und einsamen Buchten liegen Welten. In diesem Strand-Guide zeigen wir dir die schönsten Strände auf den Kanaren: bekannte Klassiker, die ihren Ruf verdienen, und sieben echte Geheimtipps abseits der großen Hotelburgen.

Warum die Kanaren ein Strandparadies für jede Jahreszeit sind

Die Kanarischen Inseln liegen vor der Küste Westafrikas und profitieren das ganze Jahr über von einem milden, subtropischen Klima. Selbst im Winter klettern die Temperaturen meist auf 20 bis 24 Grad, das Meer kühlt selten unter 18 Grad ab. Das macht die Inseln zum idealen Ziel, wenn du dem deutschen Schmuddelwetter entfliehen willst.

Jede der sieben Hauptinseln hat ihren eigenen Charakter. Fuerteventura und Gran Canaria locken mit kilometerlangen hellen Sandstränden und Dünenlandschaften, während Teneriffa und La Palma neben goldenen auch dramatische schwarze Vulkanstrände bieten. Lanzarote überrascht mit Stränden zwischen erstarrten Lavafeldern, und La Gomera oder El Hierro punkten mit ruhigen Buchten für Naturliebhaber.

Ein wichtiger Hinweis vorab: Der Atlantik ist kein Mittelmeer. An vielen Stränden gibt es Wellen und Strömungen, besonders an den West- und Nordküsten. Achte immer auf die Flaggen-Beschilderung – grün bedeutet sicheres Baden, gelb Vorsicht und rot striktes Badeverbot. Familien mit kleinen Kindern wählen am besten geschützte Buchten an der Südküste.

Die Klassiker: Strände, die ihren Ruf verdienen

Playa de las Canteras in Las Palmas auf Gran Canaria ist einer der schönsten Stadtstrände Europas. Auf rund drei Kilometern feinem Sand badest du geschützt hinter einem natürlichen Felsriff, das die großen Atlantikwellen bricht. Die Strandpromenade mit ihren Cafés und Tapas-Bars ist ideal für einen entspannten Tag – ein Café con leche kostet hier meist 1,50 bis 2,50 €.

Playa de Maspalomas mit den berühmten Wanderdünen im Süden Gran Canarias ist ein echtes Naturwunder. Die Sahara-ähnliche Dünenlandschaft steht unter Naturschutz, der Strand selbst ist weitläufig und nie wirklich überfüllt, wenn du etwas weiter läufst. Sonnenliegen mit Schirm kosten je nach Abschnitt rund 5 bis 8 € pro Tag.

Auf Fuerteventura gehört die Playa de Sotavento bei Jandía zu den absoluten Klassikern. Bei Ebbe entstehen flache Lagunen mit türkisfarbenem Wasser – ein Paradies für Kitesurfer und Familien. Der Strand ist über zwölf Kilometer lang, sodass sich die Besucher gut verteilen. Hier findet jährlich auch ein Weltcup im Windsurfen und Kitesurfen statt.

Geheimtipp 1 bis 3: Versteckte Buchten auf Teneriffa und La Palma

Die Playa de Benijo im Nordosten Teneriffas ist ein Geheimtipp für alle, die das wilde, ursprüngliche Gesicht der Insel suchen. Der schwarze Vulkanstrand liegt am Fuß des Anaga-Gebirges, umrahmt von markanten Felsnadeln im Meer. Bei Sonnenuntergang ist die Stimmung besonders schön. Achtung: Die Strömung ist stark, Schwimmen nur für Geübte. Oberhalb gibt es kleine Fischrestaurants mit frischem Fisch ab ca. 12 €.

Auf La Palma lohnt sich die Playa de Nogales, eine wilde Bucht mit dunklem Sand an der Ostküste. Sie ist nur über einen etwa 15-minütigen Fußweg erreichbar, was sie angenehm leer hält. Auch hier gilt: schöne Kulisse, aber kräftige Wellen. Wer ruhigeres Wasser sucht, fährt zur Playa de Charco Verde an der Westküste.

Zurück auf Teneriffa ist die Playa de la Tejita bei El Médano ein Geheimtipp im Süden. Anders als die künstlich aufgeschütteten Strände der Touristenorte ist sie naturbelassen und liegt am Fuß des Vulkankegels Montaña Roja. Der helle Sand und das oft windige Wetter machen sie bei Wind- und Kitesurfern beliebt – ein FKK-Abschnitt befindet sich am Ende des Strandes.

Geheimtipp 4 bis 5: Lanzarotes Lava-Strände

Die Playa de Papagayo im Süden Lanzarotes ist zwar kein totales Geheimnis mehr, aber immer noch ein Highlight. Die geschützten Buchten mit goldenem Sand und kristallklarem, ruhigem Wasser liegen im Naturschutzgebiet Los Ajaches. Die Anfahrt erfolgt über eine staubige Schotterpiste, an deren Beginn eine Gebühr von rund 3 € pro Fahrzeug fällig wird. Genau diese kleine Hürde hält Massen fern.

Ein echter Insidertipp ist die Playa de Famara im Nordwesten. Der weitläufige Sandstrand vor der dramatischen Kulisse der Risco-de-Famara-Steilküste ist ein Magnet für Surfer und Spaziergänger. Zum Baden ist er wegen der Strömung weniger geeignet, dafür ist die Stimmung bei Ebbe mit den Spiegelungen im nassen Sand beeindruckend. Im Ort Caleta de Famara gibt es entspannte Strandlokale mit gutem Fisch.

Wer auf Lanzarote Ruhe sucht, sollte auch die kleine Playa Quemada an der Südküste ansteuern – ein verschlafenes Fischerdorf mit Kieselstrand und ein paar bodenständigen Restaurants. Hierher verirren sich kaum Pauschaltouristen, dafür gibt es authentische kanarische Küche zu fairen Preisen.

Geheimtipp 6 bis 7: Stille Strände auf Fuerteventura und La Gomera

Fuerteventura ist die Sandstrand-Königin der Kanaren, doch die schönsten Abschnitte liegen oft abseits. Die Playa de Cofete im wilden Süden der Insel ist legendär: ein über zehn Kilometer langer, naturbelassener Strand vor mächtigen Bergen, erreichbar nur über eine lange Schotterpiste. Es gibt keine Infrastruktur, kein Rettungsschwimmer-Service und starke Strömungen – aber dafür Einsamkeit, wie du sie auf den Kanaren selten findest. Nimm ausreichend Wasser und Proviant mit.

Auf der grünen Insel La Gomera findest du mit der Playa de Santiago und der nahen Bucht Playa del Inglés ruhige Alternativen zum Trubel der großen Inseln. Die Strände bestehen meist aus dunklem Sand und Kieseln, das Wasser ist tief und klar. La Gomera erreichst du per Fähre von Teneriffa aus in rund 50 Minuten – eine Tagesfahrt kostet hin und zurück meist 60 bis 80 €.

Wer Fuerteventura mit Familie bereist, sollte die geschützten Lagunen am Strand von Corralejo im Naturpark der Dünen kennen. Der feine, helle Sand und das flach abfallende Wasser sind ideal für Kinder. Liegen und Schirme kosten dort rund 6 bis 10 € pro Tag, und in Corralejo selbst findest du eine große Auswahl an Restaurants und Bars.

Praktische Tipps für deinen Strandurlaub auf den Kanaren

Die beste Reisezeit für einen reinen Strandurlaub sind die Monate April bis November mit verlässlich warmem Wasser und viel Sonne. Aber auch im Winter lohnt sich die Reise, besonders auf die südlichen Inseln Gran Canaria und Fuerteventura, wo es trockener und wärmer als im Norden ist. Pauschalreisen findest du oft schon ab ca. 400 bis 600 € pro Person für eine Woche im Mittelklassehotel, je nach Saison und Vorlaufzeit.

Einen Mietwagen solltest du auf jeden Fall einplanen, wenn du die Geheimtipp-Strände erreichen willst. Viele der schönsten Buchten liegen abseits der Buslinien. Ein Kleinwagen kostet außerhalb der Hauptsaison oft 20 bis 35 € pro Tag. Für Pisten wie nach Cofete oder Papagayo reicht ein normaler Pkw, fahre aber vorsichtig und prüfe vorab die Versicherungsbedingungen für Schotterstrecken.

Pack auf jeden Fall festes Schuhwerk für Wege zu abgelegenen Buchten ein, dazu ausreichend Sonnenschutz – die Sonne ist auf den Kanaren das ganze Jahr über intensiv. An vielen Naturstränden gibt es keine Kioske, also nimm Wasser und Snacks mit. Und denk an Badeschuhe: An vielen Vulkanstränden ist der Sand mittags sehr heiß, und an Kieselbuchten schützen sie die Füße.

Wenn du Wert auf Sicherheit beim Baden legst, wähle bewachte Strände mit Flaggen-System wie Las Canteras, Maspalomas oder Corralejo. Die wilden Atlantikstrände im Norden und an den Westküsten sind landschaftlich spektakulär, aber gerade mit Kindern oder als ungeübter Schwimmer solltest du dort vorsichtig sein.

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Häufige Fragen

Welche kanarische Insel hat die schönsten Strände?+

Für klassische helle Sandstrände ist Fuerteventura die erste Wahl, dicht gefolgt von Gran Canaria mit den Dünen von Maspalomas. Wer dramatische Vulkanstrände und Natur sucht, ist auf Teneriffa, La Palma oder Lanzarote gut aufgehoben. Die Wahl hängt also davon ab, ob du goldenen Sand oder wilde Kulissen bevorzugst.

Wann ist die beste Reisezeit für einen Strandurlaub auf den Kanaren?+

Die Kanaren sind ein Ganzjahresziel mit milden Temperaturen. Für warmes Badewasser von etwa 22 bis 23 Grad sind die Monate von Juli bis November ideal. Im Winter bleiben die südlichen Inseln Gran Canaria und Fuerteventura die wärmste und trockenste Wahl.

Sind die Strände auf den Kanaren zum Baden mit Kindern sicher?+

Das hängt stark vom Strand ab. Geschützte Buchten wie Las Canteras auf Gran Canaria, die Lagunen von Corralejo oder Playa de Sotavento bei Ebbe sind ideal für Familien. An vielen Nord- und Westküsten gibt es dagegen starke Strömungen – achte dort immer auf die Warnflaggen.

Brauche ich einen Mietwagen, um die schönen Strände zu erreichen?+

Für die Klassiker in den Touristenorten reicht oft der Bus oder ein kurzer Fußweg. Die echten Geheimtipps wie Cofete auf Fuerteventura oder Papagayo auf Lanzarote erreichst du aber nur mit dem Auto. Ein Kleinwagen kostet außerhalb der Hauptsaison meist 20 bis 35 € pro Tag.

Gibt es FKK-Strände auf den Kanaren?+

Ja, an vielen Stränden ist Nacktbaden zumindest abschnittsweise üblich, besonders an den Dünen von Maspalomas auf Gran Canaria und am Ende der Playa de la Tejita auf Teneriffa. Auch viele abgelegene Naturstrände werden von FKK-Fans genutzt. Achte vor Ort auf die jeweilige Beschilderung.

Was kostet ein Strandurlaub auf den Kanaren?+

Eine Pauschalwoche im Mittelklassehotel gibt es je nach Saison und Buchungszeitpunkt oft ab ca. 400 bis 600 € pro Person. Dazu kommen Kosten für Mietwagen, Verpflegung und Liegen. Außerhalb der Ferienzeiten und mit etwas Vorlauf lässt sich am meisten sparen.

Warum haben manche Strände auf den Kanaren schwarzen Sand?+

Die Kanaren sind vulkanischen Ursprungs, und der schwarze Sand entsteht durch zerkleinertes Lavagestein und Basalt. Besonders auf Teneriffa, La Palma und Lanzarote findest du diese dunklen Vulkanstrände. Sie heizen sich in der Sonne schnell auf, daher sind Badeschuhe empfehlenswert.

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